ab ca. 1975

Das Jahr 1975 stand im Zeichen der Aus- und Fortbildung, nachdem 1973 die neue Feuerwehrdienstvorschrift 4 Die Gruppe im Löscheinsatz eingeführt und 1974 durch
entsprechende Anpassung vorläufige Richtlinien für die Leistungsprüfung erlassen worden waren. Die Leistungsprüfung wurde um die Stufen III/3 (gold/blau), III/4 (gold/grün) und III/5 (gold/rot) erweitert.

Am 03.05.1975 legten dann eine Gruppe die Leistungsprüfung Stufe III/3 und eine weitere die Stufe I ab. Dabei mußten die Feuerwehrkameraden bei der Abnahme zusätzlich ihre
Einsatzbereitschaft unter Beweis stellen und zwischen den einzelnen Prüfungsgängen zu einem Kellerbrand in die Gutzberger Straße in Oberweihersbuch ausrücken.

Nach einem Blitzschlag am 21.06.1975 war die Wehr beim Scheunen- und Stallbrand im Anwesen Hitz in Loch eingesetzt.

1976 führte die Gemeinde die Feuerschutzabgabe ein. Sie beträgt jährlich 30.– DM und ist von den männlichen Einwohnern im Alter von 18 bis 60 Jahren zu entrichten.

Die Wehr mußte 9 mal ausrücken und kam dabei bei einem Flächenbrand am Waldsportpark und einem Zimmerbrand im Neuwerker Weg 21a in Deutenbach zum Einsatz.

Ab 1977 übernahm die Wehr in Anerkennung und Dank für das unverminderte Spendenaufkommen, trotz der Einführung der Feuerschutzabgabe, das Einsammeln der ausgedienten
Weihnachtsbäume in Unter- und Oberweihersbuch.

Kamerad Hans Lohbauer erhält im Rathaus von Landrat Dr. Sommerschuh für 25 Jahre aktiven Dienst das Feuerwehrehrenzeichen ausgehändigt.

Nach kurzer Krankheit verstarb am 06.04.1977 im Alter von 47 Jahren der stellvertretende Kommandant Hans Winkler, der diese Funktion seit 1970 ausübte und seit 1959 bereits als
Löschmeister tätig war. Zu seinem Nachfolger wurde in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung Kamerad Georg Schwab gewählt, der 1972 wieder nach Oberweihersbuch
gezogen war. Gleichzeitig wurden zu neuen Gruppenführern die Kammeraden Konrad Kleinlein und Friedrich Heckel bestellt.

Die Wehr war 1977 bei einem erneuten Zimmerbrand im Neuwerker Weg 21a in Deutenbach eingesetzt. Drei Gruppen legten die Leistungsprüfung der Stufen I, II und III/4 ab. Die
Stadt vervollständigte die persönliche Schutzausrüstung der Wehrmitglieder auf den neusten Stand.

Von Januar bis März 1978 beteiligten sich rund 20 Kameraden an einem Erste-Hilfe-Lehrgang.

Eingesetzt war die Wehr 1978 nur einmal bei einem Zimmerbrand in der Regelsbacher Straße 38 in Deutenbach.

In der Jahreshauptversammlung am 05.01.1979 in Unterweihersbuch gab Kommandant Gröger seinen Rücktritt bekannt. Zu seinem Nachfolger wurde der bisherige Stellvertreter Georg Schwab gewählt; stellvertretender Kommandant wurde Konrad Kleinlein.

Am 20.01.1979 ging ein Wunsch der Feuerwehrkameraden in Erfüllung, als Vorstand Hans Knöllinger in der Gastwirtschaft Zur Linde in Oberweihersbuch unter großer
Beteiligung der Wehrmitglieder das Feuerwehrbild enthüllte.

Der erste Brandeinsatz war am 29.03.1979 bei einem Wohnungsbrand am Goethering 43, bei dem Einsatz von schwerem Atemschutz und Drehleiter erforderlich war.

Die Kameraden Karl Langenfelder, Andreas Roth und Johann Schmidt erhielten am 10.05.1979 im Rathaus für 25 Jahre aktiven Dienst das Feuerwehrehrenzeichen.

Am 23.05.1979 mußte die Wehr zur Bekämpfung eines Scheunenbrandes bei Kamerad Fritz Lohbauer, Oberweihersbuch, ausrücken.

Als nächstes stand die Ablegung mehrerer Leistungsprüfungen an. Am 01.06.1979 legte eine Gruppe die Stufe II ab. An diesem Abend mußte zusätzlich noch ein Einsatz zu einem Waldbrand bei Neuwerk gefahren werden. Zwei Gruppen unterzogen sich am 06.07.1979 der Leistungsprüfung, bei der 8 Kameraden als erste Wehr die höchste Stufe III/5 angingen. Während die Leistungsprüfung der ersten Gruppe planmäßig verlief und Kommandant Georg Schwab als Gruppenführer die Stufe III/5 bestand, hatte die zweite Gruppe mit dem Löschmeister Felix Fetz als Gruppenführer bange Sekunden zu überstehen. Nach der Vornahme des 2.Rohres platzte unerwartet der B-Schlauch, der die Zuleitung von der Pumpe zum Verteiler darstellt. Als die B-Leitung ausgewechselt war, staunte der Schlauchtrupp nach Vornahme des 3.Rohres nicht schlecht, als das Wasser zwar in den C-Schlauch floß, aber aus dem Strahlrohr nicht spritzte. Geistesgegenwärtig reagierten jedoch die Brüder Georg und Friedrich Heckel, entfernten das Mundstück, in das sich ein Stück Gummi des geplatzten B-Schlauches gepreßt hatte, und retteten so die Prüfung. Sie wurde trotz der beiden Pannen innerhalb der Sollzeit bestanden. Dies bescheinigten die Schiedsrichter Kreisbrandmeister Hans Fleischmann, Georg Herbst und Walter Rosa. Als Beobachter waren außerdem Kreisbrandinspektor Peter Blank, Wilhermsdorf, und 2.Bürgermeister Rudi Seifert anwesend. Wie die Presseberichterstatter in den Steiner Nachrichten zutreffend ausführte, demonstrierte diese Gruppe bei Arbeit der Mannschaft mit den Geräten Harmonie zwischen Mensch und Maschine.

Am 29.06.1979 erfuhr mit der Einführung der Funkalarmierung auf Kreisebene die Alarmierung der Feuerwehren eine weitere Verbesserung. In jedem Gerätehaus wurde ein Meldeempfänger installiert, über den im Alarmfall nach der Sirenenauslösung von der Zentrale aus Durchsagen für den Einsatz gemacht werden.

Bei der Jahreshauptversammlung 1980 wurde als Vertrauensmann Georg Heckel neu gewählt. Er löst Hans Lohbauer ab, der diese Funktion 13 Jahre lang wahrnahm. Zum letzten Mal werden in diesem Jahr die Weihnachtsbäume eingesammelt, weil diese Aufgabe nunmehr von der Stadt übernommen wird.

Landrat Dr. Sommerschuh überreichte am 24.06.1980 im Sitzungssaal des Rathauses das vom Bayer. Staatsministerium des Inneren für 25-jährige aktive Dienstzeit verliehene Ehrenzeichen am Bande an Kommandant Georg Schwab, Löschmeister Friedrich Heckel und an die Maschinisten Fritz Collischon und Fritz Lohbauer.

Die Wehr mußte 1980 insgesamt 10 mal ausrücken, war jedoch nur am 28.02.1980 zur Beseitigung einer Ölspur auf der B14 in Oberweihersbuch sowie bei den Kellerbränden in der Schillerstraße 41 in Deutenbach am 17.04. und am 28.10. eingesetzt.

Gegen Ende des Jahres wurden die Feuerwehrfahrzeuge mit Funk ausgerüstet. Weiter wurden 3 Handfunksprechgeräte FuG 10 und die ersten beiden Funkmeldeempfänger übernommen, denen im darauffolgenden Jahr noch 17 weitere folgten.

Mit 3 Gruppen wurden 1981 wieder Leistungsprüfungen in den Stufen I, III/1 und III/2 abgelegt.

Die Wehr mußte 7 mal ausrücken, hatte aber nur einmal technische Hilfe mit der Drehleiter zu leisten

Ab Februar 1982 wird auch für unsere Wehr die stille Alarmierung eingeführt. Die Neuregelung führt zwangsläufig zu Anlaufschwierigkeiten. Die Wehr muß im Laufe des Jahres insgesamt 9 mal ausrücken.

Am 01.07.1982 tritt Kreisbrandmeister Felix Fetz aus gesundheitlichen Gründen zurück und scheidet gleichzeitig aus dem aktiven Feuerwehrdienst aus.

Am 28.10.1982 wird Ehrenkommandant Michael Arnsperger zu Grabe getragen. Er gehörte 70 Jahre der Wehr an.

Die Jahreshauptversammlung 1983 fand ausnahmsweise erst am 18.03.1983 statt. Kommandant Georg Schwab gibt bekannt, daß Gruppenführer Friedrich Heckel die Funktion abgibt. Zum neuen Gruppenführer wurde Klaus Heckel bestellt. Diskutiert wird erneut die Anschaffung einer Vereinsfahne, zunächst allerdings ohne Ergebnis.

Beim Kameradschaftsabend am 22.10.1983 in Oberweihersbuch wurde kamerad Walter Gröger zum Ehrenkommandanten ernannt. Er gehört bereits 37 Jahre zur Wehr. Eine Ehrung erfuhren auch die Kameraden Konrad Kleinlein, Ernst Pröger und Herbert Wening, denen bereits am 28.09.1983 das Feuerwehrabzeichen für 25-jährige Dienstzeit verliehen wurde.

Die Wehr wurde 1983 zu 14 technischen Hilfeleistungen mit der Drehleiter angefordert und mußte zusätzlich noch 7 mal ausrücken. 20 Kameraden unterzogen sich einer Erste-Hilfe-Ausbildung und 3 Gruppen legten die Leistungsprüfung ab.

In der Jahreshauptversammlung am 05.01.1984 wurde auf Vorschlag der Verwaltung beschlossen, das 90-jährige Gründungsfest mit Fahnenweihe zu begehen.

Bei den Wahlen wurde Kassier Erwin Müller, der dieses Amt seit 1974 bekleidete, von Manfred Knauer und der seit 1970 als Vertrauensmann tätige Andreas Roth von Norbert Kienlein
abgelöst.

Bedingt durch das ab 1982 gültige neue Feuerwehrgesetz hat die Wehr eine neue Satzung angenommen.

Zum Einsatz wurde die Wehr 4 mal gerufen und 10 mal zur technischen Hilfeleistung mit der Drehleiter, sowie zur Beseitigung von Sturmschäden.

Mit der Übernahme der Patenschaft zur Fahnenweihe für die Freiwillige Feuerwehr Gutzberg fand die bestehende Freundschaft zur Nachbarwehr eine sichtbare Bestätigung. Das Fest wurde in der Zeit vom 21. bis 23. Juni 1985 gefeiert. Voller Stolz übergab Vorsitzender Hans Knöllinger im Anschluß an den Festgottesdienst am 23.06.1985 im großen Festzelt in Gutzberg die Fahne und das Erinnerungsband der Patenwehr.

Einen großen Erfolg konnte die Wehr beim ersten Landkreisfeuerwehrtag am 15/16.06.1985 in Oberasbach mit dem Gewinn des Fußballturniers und des vom Landrat gestifteten Pokals
verbuchen.

Die Wehr mußte 1985 insgesamt 8 mal ausrücken sowie 20 mal technische Hilfe mit der Drehleiter leisten. 3 Gruppen legten die Leistungsprüfung in den Stufen I, III/1 und III/3 ab.

Die stille Alarmierung führte immer wieder zu Unlänglichkeiten, so daß sich auf Antrag der Wehr die Stadt mit der Wiedereinführung des Sirenenalarms für Oberweihersbuch einverstanden erklärte. Ob damit allerdings die anstehenden Probleme gelöst sind, wird sich erst in Zukunft herausstellen.

Die Jahreshauptversammlung 1986 stand ganz im Zeichen des bevorstehenden Feuerwehrfestes, das in der Zeit vom 18. bis 20. Juli 1986 stattfinden wird. Höhepunkt bildet dabei
natürlich die Fahnenweihe am 20.07.1986, wofür erster Bürgermeister Alfred Schuster die Schirmherrschaft und die Freiwillige Feuerwehr Gutzberg die Patenschaft übernommen haben.

Die Freiwillige Feuerwehr Weihersbuch mit ihrem Ehrenkommandanten Walter Gröger zählt in ihrem 90sten Gründungsjahr 42 aktive Feuerwehrleute, 13 passive und 22 fördernde Mitglieder.

Als Symbol ihrer kameradschaftlichen Verbundenheit wird sie sich getreu dem alten Feuerwehrwahlspruch Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr nunmehr die Fahne voranstellen.

weiter Informationen dazu:

Historie der Wehr
Gründungsjahre der Wehr
Geschichte der Wehr ab ca. 1930
Geschichte der Wehr ab ca. 1940
Geschichte der Wehr ab ca. 1960
Geschichte der Wehr ab ca. 1970
Geschichte der Wehr ab ca. 1975