ab ca. 1960

Ein Brand im Anwesen Errmann, Oberweihersbuch, erforderte 1960 den Einsatz der Wehr.

Seinen ersten Erfolg konnte Kommandant Heckel verzeichnen, als zwei Gruppen seiner Wehr die Leistungsprüfung der Stufe I ablegten. Aber nicht nur der Ausbildung galt sein Augenmerk, sondern auch der Ausrüstung, die dem neusten Stand der Technik anzupassen war. Als Mitglied des Gemeinderates kamen ihm in dieser Beziehung besondere Verdienste zu, denn er trug dazu bei, daß die Wehren Deutenbach und Weihersbuch ebenfalls motorisiert wurden (die Steiner Wehr hatte bereits seit 1935 ein LF 15).

Für die Wehr gab es Einsätze 1961 in Oberweihersbuch (Entstehungsbrand im Waldstück Lohbauer an der Locher Straße) und 1962 in Stein (Fabrik Taufertshöfer und Firma Möbel Krügel).

1963 wurde der Freiwilligen Feuerwehr Weihersbuch von Bürgermeister Hans End ein Löschgruppenfahrzeug LF 8 der Firma Magirus (Fahrgestell FAUN) übergeben. Im gleichen Jahr
übernahm die Wehr auftragsgemäß den schweren Atemschutz mit 3 Preßluftatmern, außerdem wurde ihr noch ein Mannschaftswagen (VW-Kombi) zugeteilt.

Durch einen größeren Zugang an aktiven Mitgliedern in den Jahren 1963/1964 wurde eine neue Gruppe zusammengestellt, die 1965 die Leistungsprüfung der Stufe I mit Erfolg ablegte und sich 1967 der Leistungsprüfung der Stufe II unterzog. Davon angespornt legten die Kameraden, die bereits 1961 das bronzene Leistungsabzeichen erworben hatten, ebenfalls die Stufe II ab.

Durch die größere Beweglichkeit der Wehr sowie der Häufung von Bränden mehrten sich die Einsätze:

1963 Unterweihersbuch (strohbeladener Anhänger und Flächenbrand; Faber-Acker),
1964 Stein (Kellerbrand bei Niedermann),
1964 Stein (Flächenbrand am Sportplatz),
1965 Stein (TSV-Turnhalle) und,
1966 Flächenbrand am Hainberg.
1967 wurde Hans Knöllinger zum Vorstand gewählt.

Ein besonderer Ehrentag der Wehr war auch noch der 05.01.1967, an dem 8 Kameraden (Michael Arnsperger, Johann Collischon, Sebastian Distel, Konrad Fuchs, Urban Heckel, Johann Lohbauer, Wilhelm Schönhut und Hans Stahl) aus der Hand von Bürgermeister Dümmelbeck, die ihnen vom Gemeinderat verliehene Verdienstmedaille für ihre mehr als 40-jährige aktive Dienstzeit in Empfang nehmen konnten.

Im gleichen Jahr wurde mit dem Bau eines neuen Gerätehauses in Oberweihersbuch begonnen. Die aktiven Feuerwehrleute leisteten auch dazu ihren Beitrag, indem sie durch viele freiwillige Arbeitsstunden an den Außenanlagen (Wasserleitung, Stromkabel, Erdplanie) mitwirkten. Die Einweihung und Übergabe des Gerätehauses erfolgte am 06.01.1968; das noch in Unterweihersbuch stationierte Mannschaftsfahrzeug wurde samt Gerät in das neue Gerätehaus überführt und damit die seit 72 Jahren auf zwei Löschgruppen aufgeteilte Wehr symbolisch vereinigt. Nachdem die Bautätigkeit in der Gemeinde zunahm, schaffte sie eine Kraftdrehleiter vom Typ Magirus DL30h mit Rettungskorb an, deren Übergabe 1969 durch Bürgermeister Joseph Dümmelbeck erfolgte.

Bei der Feuerwehr Weihersbuch scheint es keine Seltenheit zu sein (und das war bereits nach der Gründung schon so), daß die neuen Geräte jeweils sehr schnell ihre Feuerprobe zu bestehen hatten. So war es auch bei der Drehleiter, die ihren ersten Einsatz beim Großbrand in der Firma A.W. Faber-Castell am 22.07.1969 zu bestehen hatte. Weitere Einsätze waren 1969 bei der Firma Pfälzner-Leuchten in Stein und beim Scheunenbrand in Gutzberg bei Kohlbauer.

Die immer aktive Wehr hat nach einer Ausbildungszeit von 10 Tagen mit den bereits erwähnten Löschgruppen am 27.09.1969 die Leistungsprüfung Stufe III/I abgelegt. Nicht ganz zwei Monate später folgte wieder eine Gruppe jüngerer Kameraden mit der Leistungsprüfung Stufe I.

weiter Informationen dazu:

Historie der Wehr
Gründungsjahre der Wehr
Geschichte der Wehr ab ca. 1930
Geschichte der Wehr ab ca. 1940
Geschichte der Wehr ab ca. 1960
Geschichte der Wehr ab ca. 1970
Geschichte der Wehr ab ca. 1975